Frontansicht mit Charakter: Dank des Fünf-Punkt-Grills hebt sich der CX-5 optisch deutlich von seinen Wettbewerbern ab.

Fernöstliche Botschaft

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Mazda - Dem Autobauer gelingt mit dem CX-5 ein überzeugender Start in einer beliebten Klasse  

Von unserem Redakteur Alexander Rülke


Mit dem CX-5 präsentiert Mazda seinen Beitrag fürs boomende Segment der kompakten Geländewagen. Einerseits sollen Kunden erreicht werden, die sich bislang für einen Hyundai ix35 oder einen Toyota RAV4 entschieden haben. Andererseits soll es gelingen, dem Platzhirsch VW Tiguan Konkurrenz zu machen. Und die Vorzeichen stehen nicht schlecht, denn der CX-5 ist ein überzeugendes Auto.

Quantensprung

Der 4,55 Meter lange Fünftürer ist das erste Mazda-Modell im neuen Design. So soll die Front mit dem ungewöhnlich verlaufenden Fünf-Punkt-Grill zum Beispiel an das Gesicht eines Geparden erinnern. Einen Quantensprung hat Mazda beim Innenraum vollzogen: Die Aufteilung in zwei Ebenen gehört der Vergangenheit an, das CX-5-Interieur ist eine leicht bedienbare Einheit ohne Verwirr-Potenzial. Darüber hinaus gibt es hochwertigere Materialien mit weichen Oberflächen. Allenfalls die Kunststoffe rund um den Automatik-Wählhebel könnten einen Tick feiner sein.
Ebenfalls neu ist der sogenannte Multicommander: Über Drehschalter und Knöpfe im Mitteltunnel können Audiosystem, Navigation und Telefon bedient werden.
Unter dem sperrigen Begriff Skyactiv fasst Mazda seine neue Antriebstechnologie zusammen. Dazu zählen Benzin- und Dieseltriebwerke, die aufgrund ihrer speziellen Verdichtung weniger verbrauchen als herkömmliche Motoren. Das Leistungsspektrum beim CX-5 reicht von 150 bis 175 PS, der Normverbrauch liegt zwischen 4,6 und 6,6 Litern (CO2: 119 bis 155 g/km).
Die Diesel erfüllen bereits jetzt die Euro-6-Norm, ohne dass eine aufwendige Stickoxyd-Abgasnachbehandlung nötig ist. Benziner und Diesel können mit einer knackigen Handschaltung oder alternativ mit einer Sechsgang-Automatik verbunden werden. Vor allem auf letztere mussten Mazda-Kunden sehr lange warten. Weiterer wichtiger Teil des Skyactiv-Pakets ist die Gewichtsreduzierung, die sich durch alle Bereiche des Fahrzeugs zieht. So bringt das Basismodell nur 1390 Kilogramm auf die Waage.
 
Assistenten

Technisch auf dem Laufenden sind die Japaner bei den Assistenten. In der von uns gefahrenen Top-Version Sports-Line war bis aufs elektrische Schiebedach alles an Bord, was beim CX-5 derzeit möglich ist. Systeme warnen vor Autos im toten Winkel, regulieren das Fernlicht, mahnen zur Spurtreue oder bremsen im Stadtverkehr bis 30 km/h selbsttätig ab. Auch der Komfort überzeugt: Das Fahrwerk hat genügend reserven, um selbst auf rumpeligen Pisten kommod abzufedern. Die perforierten Ledersitze passen wie angegossen, es gibt ein eigens für den CX-5 konzipiertes Bose-Soundsystem und ein voll integriertes TomTom-Navi mit nicht allzu großem, aber weit oben platziertem Bildschirm. Letzteres kostet wettbewerbsfähige 500 Euro extra.
Stichwort Preise: Los geht es bei 23 890 Euro für den 165-PS-Benziner mit Frontantrieb in der Prime-Line-Ausstattung, gefolgt von der mittleren Center-Line, die ab 26 290 Euro zu haben ist. Am anderen Ende der Skala liegt der 175-PS-Allrad-Diesel als Sports-Line für 34 990 Euro. Packt man alle Optionen mit rein, kratzt der Mazda CX-5 knapp an der 40 000-Euro-Marke.