Die kantige Karosserieform bringt im Alltag jede Menge Vorteile.

Kurz, knackig, kultig

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Skoda Yeti - Die Verbindung von Turbobenziner und Doppelkupplung überzeugt im Test

Von unserem Redakteur Alexander Rülke

Darauf musste man lange warten: Wer den handlichen Yeti mit dem äußerst feinen Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Benziner haben wollte, konnte bislang nur zum kleinen 1,2-Liter greifen. Sicherlich kein schlechter Motor, doch mit 105 PS in Sachen Leistung eher bescheiden ausgestattet. Nun haben die Tschechen Abhilfe geschaffen und koppeln das DSG als zusätzliche Variante mit dem 1,8 Liter großen Turbo-Vierzylinder.

Spritzige 152 PS

Der mobilisiert 152 PS und verschafft dem sympathischen Allrounder genau jene Spritzigkeit, die aus Fortbewegung Fahrspaß werden lässt. Wirklich erstaunlich, wie gut das 1,5 Tonnen schwere Raumwunder damit vorwärts marschiert. Gerade in Kombination mit dem stets aufmerksamen DSG entsteht so eine vorbildliche Motor-Getriebe-Einheit: jederzeit flott und trotzdem harmonisch. Weitere Pluspunkte sammelt das Triebwerk mit seiner angenehmen Laufruhe. Das Einzige, was ihm fehlt, ist ein voluminöserer Sound.

Ab 25 250 Euro

Allerdings gibt es den serienmäßigen Kick beim Gasgeben nicht zum Discountpreis. Da der kräftige Motor (Drehmoment: 250 Newtonmeter, Normverbrauch: acht Liter) immer mit Allradantrieb und erst ab der Active-Linie verfügbar ist, werden mindestens 25 250 Euro fällig. Die von uns gefahrene Elegance-Version schlägt mit 29 550 Euro zu Buche – ist dann allerdings auch schon ziemlich gut ausgestattet.
Was nicht heißt, dass sich der Preis nicht noch weiter nach oben schrauben ließe. Mit Nettigkeiten wie dem riesigen Panorama-Glasdach, Festplatten-Navigationssystem, Bi-Xenon-Leuchten samt Kurvenlicht und den äußerst bequemen Ledersitzen sind 35 000 Euro schnell erreicht. Merke: Das Besondere ist eben auch bei Skoda etwas teurer.

Einfach praktisch

Mit seinem Platzangebot steckt der Yeti praktisch alle Kompakten in die Tasche. Vorne wie hinten geht es extrem luftig zu, trotz der knappen Außenlänge von 4,22 Meter. Die drei Einzelsitze in Reihe zwei lassen sich umklappen und ausbauen und sind zum Teil sowohl längs als auch quer verschiebbar. Schön auch, dass sich die Neigung der Rückenlehne verstellen lässt. So schafft man sich immer den notwendigen Raum – für Gepäck oder eben für Passagiere. Die kantige Form sorgt nicht nur für eine prima Kopffreiheit, sondern macht das Einparken zur leichten Fingerübung. Wer möchte, kann sich dabei von Parkpiepsern vorne und hinten oder einem Parklenkassistenten helfen lassen.
 
Gute Qualität

Im zeitlos gestalteten Cockpit findet man als Insasse alles vor, was das Autofahren leichter macht. Das geschmeidige Lederlenkrad lässt sich in der Höhe und Weite verstellen, der Blinker verfügt über eine Antipp-Funktion, Licht und Scheibenwischer schalten sich automatisch ein, und das zwischen den Rundinstrumenten angesiedelte Info-Display ist prima ablesbar und sagt einem auch, in welche Himmelsrichtung man gerade fährt. Aufgeschäumte Oberflächen und Armablagen, die tadellose Verarbeitungsqualität und hilfreiche Features wie anklappbare Außenspiegel ergänzen den guten Eindruck.
Raum für Verbesserungen bieten das einen Tick zu tief platzierte, berührungsempfindliche Navi-Display und der relativ schlecht ablesbare Tacho. Allerdings kann man sich die Geschwindigkeit auch digital anzeigen lassen – damit wäre letzteres Problem schnell gelöst.
Obwohl der Yeti dank erhöhter Sitzposition, guter Rundumsicht und seiner Kompaktheit wie geschaffen ist für die Rolle als Held des Alltags, macht er auch abseits aller Vernunft eine gute Figur. So ein knackig abgestimmtes Fahrwerk sowie eine überraschend direkte Lenkung traut man ihm auf den ersten Blick gar nicht zu, doch der Kleine geht wieselflink ums Eck und macht wirklich großen Spaß. Und wenn der 1,8 Turbo samt DSG unter dem originell geformten Blech arbeiten, dann gilt das umso mehr.