Der Kleinstwagen zeigt sich auf den ersten Blick als attraktiver, moderner und praktischer Stadtflitzer. Fotos: Skoda

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SKODA Tschechische VW-Tochter hat den Citigo überarbeitet

Von Paul-Janosch Ersing

Die in der Slowakei gefertigte Dreierbande VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo fährt seit 2011 nahezu baugleich durchs Land – vornehmlich gelenkt von Städtern oder Mitarbeitern von Pizza- und Pflegediensten. Das kleinste Skoda-Modell lief inzwischen 200 000 Mal vom Band, wovon hierzulande 68 459 Exemplare zugelassen wurden. Jetzt wurde dem Citigo eine behutsame Modellpflege zuteil.
Zwar sprechen die Skoda-Designer von einer „komplett überarbeiteten Frontpartie“, doch die Pinselstriche auf der Motorhaube sowie an Kühlergrill und Stoßfänger dürften nur diplomierten Kleinstwagen-Experten auffallen. Durch die neue Schürze ist der Citigo nun 3,4 Zentimeter länger – mit 3,60 Metern zählt er immer noch zu den Kürzesten. Das Tagfahrlicht strahlt ab sofort serienmäßig in LED-Technik, die auf Wunsch erhältlichen Nebelscheinwerfer beherrschen neuerdings auch das Abbiegelicht, indem sie in Kurven jeweils einzeln angehen.
Die Neuerungen im Interieur sind ähnlich unauffällig: etwa das Multifunktionslenkrad und eine veränderte Grafik des Kombiinstruments, das war’s.
Während der Up von Konzernmutter VW einen Turbomotor spendiert bekommen hat und kürzlich sogar eine GTI-Variante angekündigt wurde, bleibt es beim Citigo bei dem altbekannten Aggregat: ein Einliter-Dreizylinder mit wahlweise 44 kW/60 PS oder 55 kW/75 PS.
Wer nicht gerne selbst die Gänge wechselt, kann dies vom automatisierten Schaltgetriebe ASG erledigen lassen (Aufpreis 700 Euro). Eine interessante Alternative stellt die Erdgasversion G-Tec dar: Anstelle von Benzin wird hier CNG (Compressed Natural Gas) getankt, die beiden Druckbehälter befinden sich platzsparend unter Rückbank und Gepäckraum. Ihre elf Kilogramm reichen bei einem Normverbrauch von 2,9 Kilogramm pro einhundert Kilometer (CO2: 82 g/km) für eine Distanz von 380 Kilometern. Ein zusätzlicher Benzintank (zehn Liter) schont die Nerven, falls mal keine der rund 900 Erdgassäulen auf dem Weg liegen sollte.
Skoda verkauft den Citigo G-Tec ab 12 720 Euro. Das sind 2010 Euro mehr als für den vergleichbaren 75-PS-Benziner mit Start-Stopp-System. Das nackte Basismodell mit 60 PS kostet 9770 Euro. Der Aufpreis für zwei zusätzliche Seitentüren beträgt bei allen Motorisierungen 480 Euro.

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