Beim Touran steht der praktische Aspekt klar im Vordergrund. Fotos: VW

Jede Menge Platz für die ganze Familie

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VOLKSWAGEN TOURAN Zweite Generation des Vans ist geräumiger und sparsamer – Preise ab 24 300 Euro

Von unserem Redakteur
Alexander Schnell


Als Volkswagen vor mehr als 13 Jahren den ersten Touran auf den Markt gebracht hat, war Europas größter Autobauer spät dran: Andere Marken hatten das Segment der Kompaktvans längst besetzt. Doch die Wolfsburger rollten das Feld von hinten auf, mehr als zwei Millionen Fahrzeuge sind in der Zwischenzeit an Kunden übergeben worden. Nun steht die zweite Generation des Touran bei den Händlern. Der Wagen für Kind und Kegel legt in der Länge um 13 Zentimeter zu und bietet damit noch mehr Platz. Dank der deutlich gekürzten Überhänge und der schnittigen Kanten im Blech sieht der Van nun viel besser aus als bisher. Und weil er bis zu 62 Kilogramm abgespeckt hat und optimierte Motoren erhält, geht der Verbrauch um bis zu 19 Prozent zurück. Die Preise starten ab 24 300 Euro, die Autostimme ist mit dem Familienfahrzeug zu Testfahrten gestartet.

Fast 2000 Liter
Der alles entscheidende Faktor für Familien ist natürlich das Platzangebot. Dank dem Plus bei Länge und Radstand dürfen sich die Passagiere in der zweiten Reihe nun über ein luftigeres Raumgefühl freuen. Als Fünfsitzer fasst der Kofferraum 743 Liter (plus 48 Liter). Wichtigste Neuerung ist aber die Sitzanlage. Das lästige Ein- und Ausbauen hat in der zweiten Generation des Touran zum Glück ein Ende: Alle Sitze lassen sich umlegen, das schafft in Summe knapp 2000 Liter Kofferraumvolumen. Ab der zweithöchsten Ausstattungslinie Comfortline lässt sich auch der Beifahrersitz umklappen, dann passen Gegenstände mit bis zu 2,70 Meter Länge in den Van.
Zugelegt hat der Touran auch bei den Ablagen, nun insgesamt 47 an der Zahl, die alles Mögliche aufnehmen. Drei interessante Beispiele gefällig? Unter dem Sitz befinden sich Schubladen. In der Mittelkonsole ist eine Box mit drei Liter Volumen untergebracht, sie lässt sich auch herausnehmen. Die Seitentüren nehmen große Trinkflaschen auf. Zu Hause bleiben muss (fast) nichts, wenn man mit dem neuen Touran unterwegs ist. Praktisch sind auch die herunterklappbaren Tische an den Vordersitzen. Viele kleine, raffinierte Details machen die Familienkutsche aus Wolfsburg liebens- und lebenswert. Denn in dem Van ist der Weg das Ziel – vor allem, wenn man Licht ins Innere lässt: Das optionale Glasdach (1400 Euro) ist 1,4 Quadratmeter groß.

Motoren
Aktuell stehen sechs Motoren zur Wahl, drei Benziner und drei Diesel. Alle sind neu oder umfangreich optimiert worden. Bei den Benzinern stehen der 1,2 TSI mit 81 kW/110 PS, der 1,4 TSI mit 110 kW/ 150 PS und der 1,8 TSI mit 132 kW/ 180 PS bereit. Bei den Selbstzündern rüstet VW den Touran zunächst mit dem 1,6 TDI (85 KW/115 PS) und dem 2,0 TDI (110 kW/150 PS oder 140 kW/190 PS) aus. Die Autostimme war während ihrer Testfahrten mit dem stärksten Diesel (ab 38 925 Euro) unterwegs. Der zwei Liter große Vierzylinder wirkt selbst bei einem voll beladenen Fahrzeug nicht überfordert. Am Testende notierten wir im Schnitt 6,8 Liter, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 180 Gramm pro gefahrenem Kilometer.
Deutlich aufgerüstet hat Volkswagen bei den Assistenzsystemen für den Touran. Das Umfeld des Fahrzeugs wird dabei ständig beobachtet, um schnell auf kritische Situationen reagieren zu können. Der Familienvan parkt selbstständig ein (215 Euro) und warnt den Fahrer vor anderen Autos im toten Winkel (580 Euro). Neu ist auch der „Trailer Assist“ (310 Euro), der den Wagenlenker bei Rangiervorgängen mit einem Anhänger unterstützt.
Als Zugpferd eignet sich der Wagen auch: Je nach Motorisierung nimmt der Touran bis zu zwei Tonnen an den Haken.

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