Ein echter Hingucker: Dynamisch wie nie zuvor ist die Optik des neuen Seat Ibiza. Fotos: Seat

Leidenschaft pur statt Langeweile

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SEAT Spanier haben neuen Ibiza in den Handel gebracht – Kleinwagen ist deutlich breiter und geräumiger geworden  

Von unserem Redakteur
Alexander Schnell

Wer an Seat denkt, dem kommt unweigerlich der Ibiza in den Sinn. Kein anderes Auto verkörpert die spanische Marke so wie der Kleinwagen. Seit der Premiere des ersten Ibiza im Jahr 1984 haben sich allein in Deutschland weit mehr als 600 000 Menschen das nach der Sonneninsel benannte Modell gekauft. Nun steht bereits die fünfte Generation des Ibiza (ab 12 690 Euro) bei den Händlern des spanischen Herstellers. Geräumiger, schärfer und hochwertiger – so rollt der Fünftürer zu seinem Besitzer.

Design
Designchef Alejandro Mesonero-Romanos und sein Team haben dem Ibiza das leidenschaftlichste Design im Segment verpasst. Knackige Proportionen, dreieckige Leuchten vorne und hinten, markante Sicken und scharfe Linien überall im Blech – auch dieser Seat sieht dynamisch aus und steht satt auf der Straße. Dagegen wirkt die versammelte Konkurrenz inklusive des Bruders VW Polo plötzlich doch ein wenig langweilig.

Raumgefühl
Von den Proportionen her verändert sich der Bestseller deutlich. Der Ibiza ist zwar minimal kürzer und flacher als sein Vorgänger. Dafür geht er aber um ganze 8,7 Zentimeter in die Breite, der Radstand wächst sogar um 9,5 Zentimeter. Als Ergebnis ist spürbar mehr Platz rund um die Schultern und an den Beinen. Vor allem auf der Rückbank fragt sich der Passagier nach der ersten Sitzprobe, ob er wirklich in einem Kleinwagen Platz genommen hat. Und auch für das Gepäck gibt es mehr Raum als bisher: Das Kofferraumvolumen wächst um 20 Prozent auf 355 Liter (plus 63 Liter).
Möglich wird das durch den Modularen Querbaukasten (MQB) des VW-Konzerns, in dessen Genuss der neue Ibiza noch vor dem neuen VW Polo kam. Der MQB verbindet vereinheitlichte Technikmaße wie zum Beispiel den Abstand zwischen Gaspedal und der vorderen Radmitte mit variablen Parametern, wie etwa beim Radstand, den Spurbreiten und den Radgrößen. Auf diese Weise lässt sich der MQB auf verschiedene Fahrzeuge übertragen.
Innen setzen die Spanier auf ein fahrerorientiertes Cockpit. Alles wirkt sehr sauber verarbeitet, mit sogenannten Colorpacks lässt sich der Innenraum ganz nach Geschmack aufhübschen. Die Bedienung erfolgt über einen acht Zoll großen Touchscreen. Natürlich lassen sich Smartphones einbinden und neuere Modelle auch kabellos laden, ein WLan-Hotspot ist ebenfalls verfügbar. Darüber hinaus sind zahlreiche Assistenzsysteme verfügbar – der Ibiza erkennt zum Beispiel Fußgänger und leitet im Fall der Fälle eine Notbremsung ein, er hält automatisch den Abstand und rät dem Fahrer bei erkannter Müdigkeit zu einer Pause.
Was die Motoren angeht, setzt Seat auf Vielfalt. Bei den Benzinern stehen ein 1,0-Liter großer Dreizylinder bereit, der 95 oder 115 PS leistet. Bestellbar ist nun auch der neue 1,5 TSI mit 150 PS. Die Verbrauchswerte liegen zwischen 4,7 und 4,9 Litern (CO2-Ausstoß: 106 bis 112 g/km). Die drei Diesel haben jeweils 1,6 Liter Hubraum, leisten 80, 95 beziehungsweise 115 PS (3,8 bis 4,0 Liter, 99 bis 103 g/km).