Kernige Optik, die sich erfreulich vom weichgespülten Mainstream abhebt: der Forester. Fotos: Subaru

Mehr Technik für den Förster

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SUBARU Unterwegs im Geländewagen Forester – Benziner und stufenlose Automatik  

Von unserem Redakteur
Alexander Rülke

Bei der Automesse in New York hat Subaru vor Kurzem die mittlerweile fünfte Generation des Forester (zu Deutsch: Förster) enthüllt, die im Lauf diesen Jahres auch in Deutschland auf den Markt kommen soll. Dessen ungeachtet hat der japanische Allradspezialist den Forester des aktuellen Modelljahrs ordentlich aufgefrischt, damit dieser bis zur Einführung des Nachfolgers weiterhin auf Kundenfang geht. Die Autostimme konnte sich den 4,61 Meter langen Fünftürer noch einmal genauer anschauen.

Änderungen
Im Vergleich zum Vorjahresmodell fallen gleich mehrere Dinge auf. So verfügt die von uns gefahrene Platinum-Version zum Beispiel über eine Lenkradheizung sowie eine beheizbare Rückbank – beides war zuvor nicht zu haben. Das Audiosystem ist nun mit dem Digitalradio-Standard DAB+ ausgestattet, und als Dachantenne dient eine schwarz lackierte, kleine Finne. Das Subaru-eigene Fahrassistenzsystem Eyesight war ebenso an Bord des Testwagens – es umfasst unter anderem Kollisionswarnung mit Notbremssystem, eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung sowie einen Spurhalte-Assistenten. Darüber hinaus punktet die 2018er-Variante des Forester auch mit Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrsassistent.

Gutes Platzangebot
Positiv fällt das gute Raumangebot des Forester auf. Vorne wie hinten haben auch groß gewachsene Menschen ausreichend Platz für Kopf und Knie. Mit einem Fassungsvermögen von 505 bis knapp 1600 Liter kann sich auch der Kofferraum mehr als sehen lassen, der mit einer elektrisch öffnenden und schließenden Heckklappe bestückt ist.
Im Interieur geht es eher praktisch als schick zu – mit robusten Kunststoff-Oberflächen, einer übersichtlichen Gliederung der Armaturen, zahlreichen Ablagen sowie einem knackig klingenden Audiosystem von Harman/Kardon. Apropos Audiosystem: Das gehört ebenso zum Lieferumfang des 39 900 Euro teuren Forester 2.0X Platinum wie ein elektrisches Glasschiebedach, ein Navigationssystem samt Sieben-Zoll-Display und Rückfahrkamera sowie ein schlüsselloses Zugangssystem. Luft nach oben gibt es bei den – ebenfalls serienmäßigen – Ledersitzen, die leider etwas wenig Seitenhalt bieten und zudem mit glatten Oberflächen bezogen sind.
Aktuell bieten die Asiaten für den rund 1,6 Tonnen schweren Forester drei Vierzylinder-Motoren an – einen 147 PS starken Diesel (ab 30 500 Euro), einen 240 PS leistenden Turbo-Benziner (ab 40 300 Euro) sowie einen klassischen Saug-Benziner mit 150 PS. In der Platinum-Version ist dieser Motor (Normverbrauch: 7,0 Liter, CO2-Emission: 162 g/km) an eine stufenlose Automatik gekoppelt. Die sogenannte Lineartronic sorgt im alltäglichen Stadtverkehr für ein spürbares Plus an Komfort, kann aber trotz der relativ giftigen Anfahr-Abstimmung nicht darüber hinweg täuschen, dass es dem Motor ein wenig an Drehmoment mangelt (198 Newtonmeter bei 4200 Umdrehungen). Hier machen Diesel und Turbo, die ebenfalls mit dem Lineartronic-Getriebe verfügbar sind, eine bessere Figur. Was nicht weiter verwundert, denn beide stellen 350 Newtonmeter Drehmoment bereit – die bei 2400 beziehungsweise 1600 Umdrehungen anliegen.

Fünf Jahre Garantie
Übrigens bekommt jeder Subaru ab Werk fünf Jahre Garantie bis 160 000 Kilometer mit auf den Weg – die Japaner vertrauen also auf die Beständigkeit ihrer Produkte.