Der Formel 1 Rennfahrer Lewis Hamilton stellt den mehr als 1000 PS starken und drei Millionen Euro teuren Mercedes AMG Project One vor.

An SUVs führt kein Weg vorbei

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RUNDGANG Hersteller setzen in Frankfurt vor allem auf Geländewagen in unterschiedlichsten Größen – Mercedes mit Supersportwagen  

Von unserem Redakteur
Alexander Schnell

Dieselskandal und Fahrverbote auf der einen Seite, Absatzwachstum und Rekordgewinne auf der anderen: Mit gemischten Gefühlen sind die Manager der Autofirmen nach Frankfurt gereist. Noch bis zum 24. September zeigen sie bei der Messe IAA ihre Neuheiten. Dabei wartet auf die Hersteller ein schwieriger Spagat: Einerseits müssen sie Modelle im Hier und Jetzt mit herkömmlichen Antrieben verkaufen, andererseits sollen sie den Beweis antreten, dass sie die Zukunft mit E-Antrieb und autonomem Fahren beherrschen (siehe Bericht links). Eine Aufgabe, der sich nicht alle Marken stellen: Einige große wie Fiat, Peugeot oder Volvo sind bei der bunten Show am Main nicht mit von der Partie.

Kompaktsegment

All jene, die wieder hohe Summen in ihren Auftritt investiert haben, zeigen vor allem Neuheiten im Wachstumsmarkt der SUVs. Nachdem Opel mit dem Mokka X und Mazda mit dem CX-3 das Kompaktsegment der hochbeinigen Fahrzeuge bereits für sich entdeckt haben, springen nun viele andere Hersteller auf den Zug auf – allen voran die Koreaner, die den Kona (Hyundai) und Stonic (Kia) ins Rampenlicht rücken. VW setzt den T-Roc dagegen, der im November um die 20 000 Euro in den Handel kommen soll. Der mit dem Audi Q2 verwandte Wagen ist 4,23 Meter lang, dynamisch gezeichnet und soll bis zu 1290 Liter Gepäck fassen.
Ähnliche Werte bietet der Seat Arona. Citroën setzt in dieser Klasse auf den C3 Aircross. Ford hat den Ecosport aufgefrischt und bietet sein kleinstes SUV nun auch mit Allradantrieb an. Anfang 2018 kommt die zweite Generation des Dacia Duster in den Handel: Der Wagen der rumänischen Renault-Tochter soll weiterhin das günstigste Auto im Segment bleiben.
Aber auch in den Klassen darüber tut sich einiges. Nach dem Crossland X bringt Opel auf Basis des Peugeot 3008 nun den Grandland X. Skoda zeigt nach dem Kodiaq mit dem Karoq schon das zweite neue SUV in kürzester Zeit, BMW hat den nächsten X3 enthüllt. Und bei den Bayern kommt es jetzt ganz dick: Denn sie wollen das Geschäft mit den ganz großen Geländewagen künftig nicht mehr Mercedes mit dem GLS oder Cadillac mit dem Escalade überlassen. Darum zeigen sie in Frankfurt eine seriennahe Studie des X7, der 2018 kommt, mehr als fünf Meter lang ist und sechs Einzelsitze in drei Reihen an Bord hat. Und dann steht da in Halle 3 noch die dritte Generation des Porsche Cayenne: Los geht es für 74 828 Euro zunächst nur mit Benzinmotoren, sowohl für die Passagiere als auch das Gepäck hält der Offroader mehr Platz als bisher bereit.
Das spektakulärste Auto der Messe steht bei Mercedes. Denn zum 50. Geburtstag der sportlichen Tochter AMG beschenkt sich das Unternehmen selbst mit einem Supersportwagen. Der Project One bringt Technik aus der Formel 1 auf die Straße – mit über 1000 Pferdestärken aus einem V6-Benziner und vier Elektromotoren. Die 275 Exemplare zum Stückpreis von knapp drei Millionen Euro sind schon mehrfach überzeichnet.

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