Sportwagenlegende: die Corvette C7. Fotos: Hersteller

Geländewagen sind weiter schwer im Kommen

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JAHRESRÜCKBLICK 2017 Autohersteller präsentieren spannende Neuheiten in allen Klassen  

Von unserem Redakteur
Alexander Rülke


In den vergangenen Monaten hat die Autobranche wieder eine Fülle an neuen Modellen präsentiert. Einen kleinen Ausschnitt davon zeigt die Autostimme in ihrem traditionellen Rückblick.

Alfa Romeo Stelvio
Das Konzept, das hinter dem Stelvio steckt, lässt sich so zusammenfassen: Wer das dynamische Naturell der Giulia schätzt, aber erstens mehr Platz, zweitens eine bessere Übersicht und drittens einen bequemeren Einstieg wünscht, greift zum ersten Geländewagen der Italiener. Der knapp 4,70 Meter lange Fünftürer steht zu Preisen ab 39 800 Euro bei den Händlern der Marke. Die Motoren leisten 150 bis 510 PS, das Fahrgefühl ist sportlich, das Design auch (Verbrauch: 4,7 bis 7,0 Liter, CO2-Emissionen: 124 bis 161 Gramm pro Kilometer, g/km).

Cadillac CT6
Was bei BMW der 7er und bei Mercedes die S-Klasse, ist beim amerikanischen Nobel-Autobauer Cadillac der 5,18 Meter lange CT6. Die große Limousine ist ab 73 500 Euro zu haben und bietet jede Menge Komfortmerkmale und moderne elektronische Fahrhilfen. Unter der eleganten Fronthaube hat die GM-Marke einen drei Liter großen V6-Twinturbo untergebracht, dessen 417 PS via Allradantrieb die Straße erreichen (9,6 Liter, 218 g/km).

Citroën C3 Aircross
Das Segment der kleinen Geländewagen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Darum hat Citroën den 4,15 Meter kurzen, höher gelegten und Kunststoff-beplankten C3 Aircross an den Start gebracht. Drei- und Vierzylinder sorgen für Vortrieb, das Platzangebot ist gemessen an der Größe mehr als ordentlich, außerdem stehen unzählige Farbvarianten und Dekorelemente zur Verfügung, aus denen sich 90 Kombinationen ergeben. Ein echter Lifestyler (3,7 bis 5,6 Liter, 96 bis 126 g/km).

Corvette
Die siebte Generation der Corvette Stingray begeistert nicht nur mit ihrem kantigen, absolut eigenständigen Design, sondern auch mit nie dagewesener Performance. Fahrwerk, Lenkung, Bremsen, Schaltung – der Amerikaner kann mit der europäischen Konkurrenz mithalten. In der Basisversion sorgt ein 466 PS starker V8-Benziner für Dampf in allen Lebenslagen. Und das zum „Sparpreis“ von rund 80 000 Euro (12,3 Liter, 282 g/km).

DS4 Crossback
Der DS4 im Abenteuer-Look mit drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit, neuen Radlaufverkleidungen, Plastikplanken an den Flanken, schwarzen Felgen sowie einer Reling auf dem Dach. In Fahrt wird der Kreuzgänger dabei wahlweise von vier Motoren gebracht – Benziner mit 130 und 165 PS sowie zwei Diesel mit 120 oder 180 PS stehen zur Verfügung. Die Preisliste startet bei 25 490 Euro (3,7 bis 5,6 Liter, 97 bis 130 g/km).

Fiat 500X
Die Italiener haben sich ihr Erfolgsmodell 500X zur Brust genommen und an zahlreichen Stellen überarbeitet. Ab sofort gibt es den kompakten Crossover mit Entertainmentsystem Uconnect HD Live, serienmäßig ab Ausstattungsniveau Pop Star. Das über einen Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuerte System gestattet laut Hersteller durch Apple Car Play und Android Auto von Google die Einbindung kompatibler Smartphones. Angeboten wird der 500X in zwei in Design und Technologie unterschiedlichen Varianten. Urban Look steht für die eleganteren Ausstattungsversionen Pop, Pop Star und Lounge. Der robuste Ableger hört auf die Namen Cross und City Cross. Die Preise starten bei 16 490 Euro.

Ford Fiesta
Der Fiesta ist für Ford eine echte Erfolgsgeschichte: Die Kölner Kleinwagen-Ikone wurde in rund 40 Jahren über 17 Millionen mal weltweit verkauft. In diesem Jahr ist das aktualisierte Modell der Baureihe an den Start gegangen. Die Neuerungen auf einen Blick: sieben Zentimeter länger, hochwertiger ausgestattet und mit bis zu 15 hilfreichen Fahrassistenz-Systemen an Bord. Anzahl und Schalter der Knöpfe konnten gegenüber dem Vorgängermodell um nahezu die Hälfte reduziert werden. Dank des neuen Kommunikations- und Entertainmentsystems lassen sich das Audio- und Navigationssystem sowie eingebundene Smartphones über Sprachbefehle steuern. Die Preisliste beginnt bei 12 950 Euro.

Hyundai Kona
Auch die Koreaner haben jetzt ihren kleinen Geländewagen und rollen den 4,17 Meter kurzen Kona in die Schauräume. Das Platzangebot ist bei 2,60 Metern Radstand in der ersten Reihe ordentlich und in der zweiten mehr als ausreichend, der Kofferraum fasst 361 Liter – und die Ausstattung kann sich sehen lassen. Sensoren helfen bei einer Notbremsung oder der Spurführung, LED-Scheinwerfer machen den Kona auch bei Nacht unverwechselbar – und natürlich prangt über der Mittelkonsole ein großer Touchscreen, auf dem auch Apple Car Play und Android Auto laufen. Mit 120 PS starkem 1,0-Liter-Dreizylinder an Bord verbraucht der über ein Sechsganggetriebe geschaltete Kona im Schnitt 5,2 Liter (117 g/km). Die Preise beginnen bei 17 500 Euro.

Jaguar XF Sportbrake
Für rund 44 000 Euro geht der Mitbewerber von Mercedes E-Klasse, BMW 5er und Audi A6 als Kombi an den Start. Der topfebene Kofferraum fasst 565 Liter und lässt sich mit wenigen Handgriffen auf bis zu 1700 Liter erweitern. Dazu gibt es eine Luftfederung mit Niveauausgleich für die Hinterachse, die selbst dann den nötigen Komfort garantiert, wenn der Sportbrake die maximal möglichen zwei Tonnen an den Haken nimmt. Die Dieselmotoren decken ein Spektrum von 163 über 180 bis zu 240 und 300 PS ab, der einzig verfügbare Benziner leistet 250 PS (4,5 bis 6,8 Liter, 118 bis 155 g/km). Geschaltet wird manuell oder via Achtgangautomatik, die Kraftübertragung erfolgt über die Hinterachse oder per Allradtechnik.

Jeep Compass
Die Amerikaner haben den kompakten Compass neu aufgelegt und ihm dabei ein markentypisches Design verpasst. Der kleine Kraxler ist somit sofort als Mitglied der Jeep-Familie zu erkennen. Für 24 900 Euro gibt es den Wagen mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb, für knapp 40 000 Euro mit Neunstufenautomatik, Allrad und Geländetechnologie. Laut Hersteller bietet der neue Compass mehr als 70 aktive und passive Sicherheits- und Schutzfunktionen wie Auffahrwarnsystem, Spurhalte-Assistent sowie Totwinkelwarner und hintere Querbewegungserkennung, Rückfahrkamera mit dynamischen Führungslinien, vollautomatischer Assistent für paralleles und rechtwinkliges Einparken und Adaptive Cruise Control.

Kia Stonic
Mit einer Länge von 4,14 Metern ist der technisch auf dem Kleinwagen Rio basierende Fünftürer wie gemacht für Parkhäuser und Supermarktparkplätze. An der Front gibt es den markentypischen flachen Grill, Kia nennt das die Tigernase. 17 Zoll große Räder füllen die üppigen und Kunststoff-verzierten Radkästen aus. Breite C-Säule, horizontale Leuchten und ein angedeuteter Unterfahrschutz sorgen für eine knackige Heckpartie. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der kleine Asiate viel Platz im Inneren. Jeder Stonic kommt serienmäßig mit einem Infotainmentsystem, das über ein halb frei stehendes, berührungsempfindliches Sieben-Zoll-Display gesteuert wird und sich via Apple Car Play und Android Auto mit internetfähigen Mobiltelefonen verbinden lässt. Aktuell reicht die Preisspanne von 15 790 Euro bis 25 590 Euro.

Range Rover Velar
Mit dem neuen Velar schließt der britische Autobauer Land Rover die Lücke zwischen dem Evoque und dem Range Rover Sport. Clean und glatt tritt der mindestens 56 400 Euro teure Geländewagen auf. Im Innenraum gibt es nur noch wenige Knöpfe und Schalter, dafür aber zwei Bildschirme und eine rundum hochwertige Materialanmutung. Das Fahrgefühl ist lässig-luxuriös, die (optionale) Ausstattungsliste markentypisch umfangreich und das Motorenprogramm vielfältig. So gibt es Diesel mit 180, 240 und 300 PS sowie Benziner mit 250, 300 und 380 PS (5,4 bis 9,4, 142 bis 214 g/km). Immer an Bord: Allrad und Automatik.

Mazda CX-5
Im Jahr 2012 wurde der CX-5 auf dem deutschen Markt eingeführt, und mittlerweile ist der Fünftürer das meistverkaufte Modell von Mazda hierzulande. Diese Erfolgsgeschichte soll sich nun mit Generation zwei fortsetzen. Um weiterhin viele Kunden zu erreichen, haben die Japaner ihren 4,55 Meter langen Fünftürer in zahlreichen Punkten modernisiert. Punkt eins im Lastenheft der Mazda-Ingenieure: mehr Fahrdynamik. Punkt zwei: weniger Geräuschemissionen. Punkt drei: mehr Technik. Punkt vier: mehr Komfort. Keine Innovationen gibt es bei den Motoren. Weiterhin kommen im CX-5 nur Vierzylinder zum Einsatz. Die Benziner mit 2,0 Liter Hubraum leisten 160 und 165 PS, neu hinzu kam ab August diesen Jahres ein 2,5-Liter-Aggregat mit 194 PS (6,4 bis 7,1 Liter, 149 bis 162 g/km). Bei den Dieseln stehen zwei 2,0-Liter-Varianten zur Wahl, die auf 150 und 175 PS kommen (5,0 bis 5,8 Liter, 132 bis 152 g/km). Preis: ab 24 990 Euro.

Mitsubishi Eclipse Cross
Eclipse Cross heißt der neue Blickfang, eine auffällige Kreuzung aus Sports Utility Vehicle und Coupé, die in Deutschland zu Preisen ab 21 990 Euro an den Start geht. Schnittige Flanke, dazu ein Heck mit geteilter Rückscheibe und aufgesetzten Leuchten – das fällt auf im Straßenverkehr. Innen gibt es ein ausklappbares Head-up-Display und einen großen Navigations-Bildschirm. Die Rückbank ist um 20 Zentimeter längs verschiebbar, das Gepäckabteil fasst knapp 1200 Liter. Mit 1,5-Liter-Benziner unter der Haube verbraucht der Japaner 7,0 Liter (159 g/km). Ein Diesel soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Nissan Micra
Brav und langweilig war gestern, der neue Micra will auch in Sachen Optik modern und mutig sein. Er ist deutlich gewachsen (plus 17 Zentimeter), flacher und breiter, dazu mit einer Fülle an Charakterlinien im Blech, bumerangförmigen Leuchten und glänzendem V-Kühlergrill ausgestattet. Ein scheinbar schwebendes Dach sowie an die C-Säule gewanderte hintere Türgriffe sind weitere optische Merkmale des Wagens, den es ausschließlich mit fünf Türen zu kaufen gibt. Im Innenraum fallen deutlich bessere Materialien als früher auf. Während bei den Motoren Standardkost herrscht (zwei Benziner und ein Diesel, 71 bis 90 PS, bestenfalls 3,2 Liter, 85 g/km), gibt Nissan bei den elektronischen Helfern Vollgas. Die Preise beginnen bei 12 990 Euro.

Opel Grandland X
Als kompaktes Sports Utility Vehicle bietet der Stadtgeländewagen mit Offroad-Charme eine erhöhte Sitzposition, gute Rundumsicht, leichten Ein- und Ausstieg sowie reichlich Platz für bis zu fünf Passagiere und Gepäck. In der Einstiegsversion mit 1,2-Liter-Turbobenziner und 130 PS steht der Grandland X für 23 700 Euro bei den Händlern. Klimaanlage, USB-Radio, Verkehrszeichen-Erkennung, Berganfahr- und Spurhalteassistent sind dafür schon an Bord. In der höchsten der sechs Ausstattungsstufen startet die Preisliste bei 34 240 Euro. Der Grandland X basiert technisch auf dem Schwestermodell Peugeot 3008. Die Karosserie hat trotz identischer Abmessungen (4,48 Meter lang) und gleichem Kofferraum-Inhalt (514 bis 1652 Liter) aber einen eigenständigen Charakter.

Seat Arona
Der neue Arona basiert auf dem Ibiza und kostet ab 15 990 Euro. Für die Außenhaut stehen 68 Farbkombinationen zur Verfügung. Auch innen treibt es der Arona an Türen und Mittelkonsole auf Wunsch kunterbunt. Im Vergleich zum Ibiza wurde der Arona in der Länge um acht Zentimeter auf 4,14 Meter gestreckt. Zudem ragt er knapp zehn Zentimeter weiter in die Höhe. Das Ergebnis: etwas mehr Bewegungsfreiheit vorne und hinten für die Passagiere, eine höhere Sitzposition und ein größeres Kofferraumvolumen von 400 Litern (Ibiza: 355 Liter).

Ssangyong Rexton
Die vierte Generation des großen Geländewagens der koreanischen Marke streckt sich um zehn Zentimeter und kratzt nun mit 4,85 Metern schon an der Oberklasse. Diesen Eindruck vermittelt das als Fünf- oder Siebensitzer lieferbare Sports Utility Vehicle, das optional auf 20-Zöllern steht, zumindest auf den ersten Blick auch im Innenraum: Schmuckes Leder mit auffälligen Nähten, hochwertige Kunststoffe und ein 9,2 Zoll großer Touchscreen stechen bei der Sitzprobe ins Auge. Ein 2,2-Liter-Diesel mit 181 PS bringt den Koloss in Fahrt (7,6 bis 8,3 Liter, 199 bis 218 g/km), die Preise starten bei 30 990 Euro.

Subaru XV
Die Japaner haben den XV neu aufgelegt. Zu Preisen ab 22 980 Euro ist der höher gelegte Kompakte im Offroad-Look nun zu haben. Boxer-Motoren stehen für den Antrieb des 4,47 Meter langen Allradlers parat, das Fahrerassistenzsystem Eyesight ist laut Hersteller serienmäßig und umfasst ein Notbremssystem mit Spurhalte-, Spurleit- und Anfahrassistent. Bereits die Einstiegsversion Trend verfügt laut Subaru über eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Licht- und Regensensor, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn sowie beheizbare Außenspiegel.

Suzuki Swift
Der japanische Autobauer hat die neue Auflage des weltweit millionenfach verkauften Kleinwagens um einen Zentimeter geschrumpft, er misst nun sehr kompakte 3,84 Meter. Trotzdem bietet der Fünftürer im Innenraum mehr Platz: Sowohl auf der Rückbank als auch im Kofferraum (265 bis 947 Liter). Fünf sauber flutschende, handgeschaltete Gänge sind serienmäßig, gegen Aufpreis ist auch eine Sechsgang-Automatik zu haben. Das aus anderen Modellen bekannte Infotainmentsystem kommt mit sieben Zoll großem Touchscreen sowie Smartphone-Anbindung via Apple Car Play und Android Auto. Notbremsassistent, adaptiver Tempomat, Spurhaltewarner und Fernlichtassistent sind verfügbar. Die Preise beginnen bei 13 790 Euro.

 

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